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MTV EMA’s Awards: Liverpool feierte Obama
Friday, 7. November 2008



Versöhnung im Zeichen von Obama: Bei der Verleihung der MTV Europe Music Awards in Liverpool, die Heimatstadt der Beatles und Austragungsort der 15. europäischen Award-Show des Musiksenders MTV, hatten sich Amerikaner und Europäer ganz schrecklich lieb.

Die gestern in Liverpool verliehenen "MTV Europe Music Awards" standen ganz im Zeichen von Barack Obama. Musiker und Publikum bejubelten den neu gewählten US-Präsidenten und einige Stars ließen während ihrer Auftritte Obama-Bilder über die große Leinwand flimmern. US-Sängerin Katy Perry, die auf einem riesigen Lippenstift auf der Bühne ritt und ein Shirt mit dem Konterfei des Präsidenten trug, rief: "Vielleicht liebt uns Europa jetzt wieder." Jared Leto von "30 Seconds to Mars" rief dazu auf, Obama zu gratulieren.


Katy Perry hat auf der Bühne alles gegeben


Shannon Leto, Jared Leto und Tomo Milisevic von "30 Seconds To Mars" zeigen ihre politische Ausrichtung

Britney Spears bekam am Donnerstagabend in Liverpool gleich zwei begehrte Preise - "Album des Jahres" und "Act 2008". Leider konnte sie selbst nicht anwesend sein. Aber sie meldete sich per Videobotschaft: "Es ist so eine Ehre. Sorry, dass ich nicht da sein kann, aber lasst es krachen."


Immer diese Termine: Britney Spears kam nicht nach England, weil sie mit Madonna in LA auf der Bühne stand

Besonders geehrt wurde auch die deutsche Erfolgsband Tokio Hotel. Sie wurden bei der "EMA"- Verleihung als "Beste Live-Band" ausgezeichnet. "Wir freuen uns so, es ist verrückt", sagte Sänger Bill Kaulitz. "Ihr seid der Hammer", dankte er den Fans. In der zweiten Kategorie "Beste Darbietung aller Zeiten", in der "Tokio Hotel" nominiert war, schnappte sich jedoch Rick Astley den Preis für seinen Hit "Never Gonna Give You Up". Diese Überraschung verdankte der 80er-Jahre-Star allerdings nur dem sogenannten "Rickrolling", bei dem Anhänger manipulierte Internetlinks verbreiten, die immer auf das "Youtube"-Video zu Ricks Hit führen. Genau diese Internet-Scherztruppe, hatte auch im Vorfeld der "EMAs"dazu aufgerufen, dass möglichst viele Menschen für Rick Astley stimmen. 


So sehen Sieger aus! Die vier Jungs aus Magdeburg gewannen den Award und verwiesen "Metallica" und "The Cure" auf die hinteren Plätze.

In der englischen Industriestadt traf die neue "Obamamania" auf die alte "Beatlemania". Und so dankte der als "ultimative Legende" geehrte Paul McCartney den Amerikanern ausdrücklich dafür, dass sie Barack Obama zum Präsidenten gewählt haben. U2-Sänger Bono würdigte den Ex-Beatle als "St. Paul McCartney" und als "einzige Person heute Abend in dieser Halle, deren Schaffen unsterblich ist".
"Jetzt werden uns die Europäer vielleicht wieder lieben", hoffte die Sängerin Katy Perry, die in einem gelben Kleid mit Obama-Porträt erschien. Dass die Amerikaner vor den 10.000 Besuchern der Show auch musikalisch einiges zu bieten haben, stellten dann Beyoncé, The Killers, Pink und Kanye West unter Beweis.

        
Beyoncé "Drama" Knowles   "The Killers" im Zauberwürfel


Der US-Rapper Kanye West trat gemeinsam mit der britischen Sängerin Estelle auf, um den "American Boy" zu besingen. Es war der zweite Auftritt von Kanye West bei den MTV Europe Music Awards, aber der erste, zu dem er auch eingeladen wurde. Vor zwei Jahren stürmte er in Kopenhagen die Bühne, nachdem er nicht wie erwartet den Best Video Award bekommen hatte. Inzwischen hat er sich mit den Veranstaltern versöhnt und am Donnerstag auch seinen Preis bekommen, in der Kategorie "Ultimate Urban".


Alleinunterhalter Kanye West wurde als "Bester Urban Act" ausgezeichnet

Die Preisträger, die jedes Jahr in einem anderen europäischen Land präsentiert werden, wurden von den Musikfans in Europa über das Internet gewählt. Die Show wurde vom Fernsehen in 40 europäische Länder übertragen.
Den größten Jubel aber sparten sich die Liverpooler für die in die Jahre gekommene Boy Group "Take That" auf, die vor zwei Jahren mit "Beautiful World" ein erfolgreiches Comeback feiern konnte.



Die vier Jungs von "Take That" hatten in Liverpool Heimvorteil


Zu den weitere Gewinnern zählten unter anderem Sängerin Pink mit einem Preis für den "Beliebtesten Songtitel des Jahres", und die US-Rockband "30 Seconds to Mars" als "Bester Rock Act" und "Bestes Video". Paul McCartney wurde für sein Lebenswerk geehrt. Die Nominierten "Coldplay", Duffy und Leona Lewis gingen leer aus, den Preis für die beste deutsche Band erhielt "Fettes Brot".

                    
"American Bad Ass" Kid Rock     Pink und Katy Perry     Craig David war einer der Laudatoren des Abends

 
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