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Die Wölfe - der ZDF TV-3-Teiler |
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Thursday, 29. January 2009 |

| Die Wölfe - Teil 1 - Nichts kann uns trennen
1948: Die Jugendbande gründet sich
Silvester 1989: Während sich ganz Berlin am Traum von der Wiedervereinigung berauscht, will sich ein junges Paar - sie aus Westberlin, er aus dem Ostteil der Stadt - das Ja-Wort geben. Doch erst vor dem Traualtar wird offenbar, dass die Eltern der Brautleute und deren Freunde miteinander verwoben sind durch eine verwickelte und tragische Vorgeschichte, die Jahrzehnte zurückreicht.
Der erste Teil des Doku-Dramas "Die Wölfe" spielt in den deutschen Nachkriegsjahren im Spätsommer 1948. Dort beginnt die spannende Zeitreise einer Gruppe Berliner Jugendlicher, die von der Nachkriegs- bis in die Nachwendezeit führt. Als packende Geschichte von Freundschaft, Liebe und Verrat nimmt sie ihren Lauf und spielt sich dabei stets vor dem Hintergrund deutscher Geschichte ab.
Die Berliner Jugendbande
Sommer/Herbst 1948: Nach der Einführung der D-Mark im Westsektor Berlins sind die Zufahrtsstraßen zum Westteil der Stadt durch sowjetische Truppen gesperrt. Zwischen Trümmern, Stromausfällen, Ausgangssperren und Rosinenbombern lernt sich eine Gruppe Jugendlicher kennen. Unter dem Leitspruch 'Nichts kann uns trennen, nicht mal der Tod' gründen sie die Jugendbande "Die Wölfe". Doch wie West und Ost, so sind auch die Berliner Trümmerkinder aufgeteilt auf die beiden Hälften der Stadt.

Die Wölfe schwören Blutsbrüderschaft mit den Worten "Nichts kann uns trennen, nicht mal der Tod". Schwere Schicksalsschläge müssen Bernd, Lotte, Ralf, Jakob, Silke und Kurt bereits in den jungen Jahren verkraften. Zwischen den Trümmern des Zweiten Weltkriegs wachsen sie in Berlin auf.
"Die Wölfe" könnten unterschiedlicher nicht sein: Kurt, der Sohn eines Nazi-Mitläufers, der stets ein gutes Geschäft wittert; Lotte, die in einem Bunker für ihren Traumberuf als Sängerin übt und zugleich ihren kleinen Bruder Ralf im Auge behalten muss; Jakob, der die Vernichtungslager der Nazis als einziger aus seiner jüdischen Familie überlebt hat; Silke, ebenso lebenstüchtig wie lebenslustig, die in der ostdeutschen FDJ eine neue Heimat findet und Bernd, der mit Jakob um Lottes Gunst buhlt und dessen Vater bis jetzt nicht aus dem Krieg zurückgekehrt ist.
Abenteuer und Träume
Sie alle müssen erkennen, dass sie untrennbar miteinander verbunden sind durch gemeinsame Erlebnisse im Nachkriegsalltag zwischen Trümmerfrauen und Schwarzmarkt, durch die geteilte Erfahrung des Erwachsenwerdens, durch Schwärmerei und Eifersucht, Loyalität und Missgunst.
 
Während Berlin als Zankapfel der Großmächte um sein Überleben kämpft, und nur eine Luftbrücke die Versorgung der Westsektoren noch aufrecht erhält, fechten "Die Wölfe" im Kleinen ihre Abenteuer aus, die weit reichende Folgen haben werden.
| Die Wölfe - Teil 2 - Zerbrochene Stadt
1961: Der Mauerbau trennt die Freunde

Sommer 1961: Berlin - eine Stadt vor der Trennung. Während sich die Flüchtlingsströme von Ost nach West ausweiten, feiern die "Wölfe" ihren 13. Geburtstag. Nach langer Zeit sehen sie sich zu diesem Anlass alle wieder und müssen erkennen, wie unterschiedlich sie sich entwickelt haben.
Im zweiten Teil des Doku-Dramas "Die Wölfe" treten die unterschiedlichen Lebensentwürfe der Bandenmitglieder immer mehr zum Vorschein. Die Grenzziehung zwischen Ost und West prägt die komplizierte Beziehungskonstellation der "Wölfe".
Starke Gefühle zwischen West und Ost
Silke strebt als überzeugtes SED-Mitglied eine Karriere im DDR-Fernsehen an, Jakob lehrt Mathematik an der Ost- Berliner Humboldt-Universität. Kurt macht seinen Weg in der Westberliner CDU, während Lotte vor allem ihre Gesangsausbildung im Sinn hat. Sie ist inzwischen mit Bernd liiert, der zusammen mit Lottes Bruder Ralf einen schwunghaften Ost-West-Schmuggel betreibt.
Doch Lotte und Jakob hegen immer noch starke Gefühle für einander und treffen sich heimlich. Als Jakob Bernd seine Liebe zu Lotte gesteht, kriegen die beiden Rivalen sich in die Haare. Lotte bringt den verletzten Jakob nach Hause in den Osten. Just an jenem Abend wird die Grenze geschlossen.

In den folgenden Tagen werden die Grenzanlagen ausgebaut. Die Ostberliner, unter ihnen Jakob und Lotte, fragen sich, ob diese Maßnahmen von Dauer sein werden
Todbringende Flucht
Aus Liebe zu Lotte beschließt Bernd widerwillig, den dreien zur Flucht zu verhelfen und erarbeitet gemeinsam mit Kurt einen Rettungsplan. Doch die politische Situation spitzt sich plötzlich dramatisch zu und der Fluchtversuch nimmt einen tragischen Verlauf. Während Lotte endlich in Freiheit Bernd in die Arme schließen kann, wird Ralf bei seinem Fluchtversuch von Grenzsoldaten erschossen.
 
Jakob wird verhaftet und ihm drohen bis zu 20 Jahre Gefängnis. Deshalb nimmt er das Angebot an, unter neuer Identität für die Stasi in Moskau an der Entwicklung von Computern zu arbeiten. Silke geht mit ihm. Lotte lebt fortan in dem Glauben, dass Jakob auf der Flucht ums Leben gekommen sei.
| Die Wölfe - Teil 3 - Hoffnung auf Glück
1989: Ein Wiedersehen nach 28 Jahren

Sommer 1989: Im Ostblock erreicht der politische Umbruch eine neue Stufe. Der vermutete Betrug bei den DDR-Wahlen und Ungarns Grenzöffnung Richtung Österreich im Mai 1989 bestimmen das politisch brisante Klima dieses Sommers.
Die Turbulenzen im Umfeld des Mauerfalls 1989 führen die Wege der "Wölfe" im dritten Teil des Doku-Dramas auf wundersame und tragische Weise wieder zusammen.
Schwierige Zukunftsaussichten
Jakob, der sich mit dem DDR-System arrangiert hat und bei der Stasi arbeitet, ist mit Silke verheiratet. Sie haben zwei Söhne: Thomas und Martin. Silke steht dem DDR-Regime zunehmend kritisch gegenüber, und Jakob wird von der Stasi beauftragt, seine Frau zu bespitzeln. Er gerät immer tiefer in einen Konflikt zwischen seinem Arrangement mit dem Staat und der Loyalität zu seiner Frau.
Bernd und Lotte, die auf eine Gesangskarriere verzichtet hat, sind ebenfalls verheiratet. Bernds ganzer Stolz ist seine Tochter Miriam, die auf einer Berliner Musikhochschule Gesang studiert. In vollkommener Unkenntnis der Vorgeschichte ihrer Eltern haben sich Miriam und Thomas während eines Ungarn-Urlaubs kennen gelernt und sich über den "Eisernen Vorhang" hinweg ineinander verliebt - doch ohne Aussicht auf eine gemeinsame Zukunft.

Thomas und Miriam haben sich in Ungarn ineinander verliebt und erleben den Mauerfall hautnah mit. Die Menschen sind zu Tausenden zum Brandenburger Tor gekommen und feiern die neue gewonnene Freiheit.
Ein schrecklicher Verdacht
So ergreift Thomas die Chance, als just zu dieser Zeit die Flucht von DDR-Bürgern über Ungarn in den Westen beginnt, und flieht. In West-Berlin findet er die Geliebte wieder, die ihm verkündet, dass sie ein Kind von ihm erwartet. Als Miriam ihn ihrer Mutter vorstellt, fällt Lotte auf, dass er dem jungen Jakob, mit dem sie seinerzeit eine Affäre hatte, zum Verwechseln ähnelt. Doch darüber kann sie nur mit ihrem Psychotherapeuten reden.
 
Mit dem Mauerfall am 9. November 1989 ist der Weg zur Hochzeit von Miriam und Thomas frei. Dieses Fest bringt das ganze Geflecht aus Missverständnissen, Lügen, Entfremdung und Enttäuschung zum Vorschein, in dem die Elterngeneration miteinander verstrickt ist. Während die ergrauten "Wölfe" Mühe haben, über die Gräben der Geschichte zu einer Verständigung zu finden, bahnen sich Miriam und Thomas selbstbewusst ihren Weg durch die Mauern der Vergangenheit. Wäre da nicht plötzlich der schreckliche Verdacht, dass die Beiden in Wirklichkeit denselben Mann zum Vater haben könnten.
Quelle und Fotos: ZDF – www.woelfe.zdf.de
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