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Lovestory zwischen Ost und West |
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Wednesday, 11. February 2009 |

Der Hauptdarsteller David Kross
| BOJE BUCK UND DELPHI MIT GEBURTSTAGSFILM
„A Journey into the Heart of Darkness up to the Heart of Lightness“ so beschreibt Produzent Claus Boje die Boje-Buck Produktion “Same Same But Different” die seit November 2008 entsteht. Delphi Filmverleih bringt die 3,1 Mio. Euro teure Liebesgeschichte im Herbst 2009 zum 20-jährigen Jubiläum von Boje Buck und Delphi in die Kinos.
Es ist Liebe auf den ersten Blick zwischen der Kambodschanerin Sreykeo und dem Abiturienten und Südostasienreisenden Benjamin, als sie sich in einer Bar in Phnom Penh treffen. Er zieht zu Sreykeo in das 1 1/2 Zimmer Apartment mit Mutter und zwei Schwestern, muss aber nach zwei Monaten zurück nach Deutschland. Die beiden halten ihre Beziehung per E-Mail, SMS und Skype aufrecht.
Der Film beruht auf wahren Begebenheiten, erstmals veröffentlicht 2006 in der Zeitschrift „Neon“ von Benjamin Prüfer. Darauf wurde Wenka von Mikulicz, Head of Development bei Boje Buck, aufmerksam. Als ein Jahr später das Buch mit der vollständigen Geschichte unter dem Titel „Wohin du auch gehst“ herauskam, entschlossen sich Detlev Buck und Claus Boje, den Stoff in Angriff zu nehmen. Es folgten mehrere Gespräche mit Prüfer und seiner Frau Sreykeo, und man erwarb die Rechte. Der Produzent hatte Kambodscha 2002 zum ersten Mal besucht und aufgrund der Faszination für das Land und die Menschen fuhr er 2004 ein zweites Mal dorthin. „Ich habe sofort die große Herausforderung und einmalige Gelegenheit gespürt, diese extenzielle Liebesgeschichte in exemplarischer Form erzählen zu können. In einem Land, das von der großen, machtvollen Kultur der Khmer, repräsentiert in der größten Tempelanlage der Welt, Angkor und seinem Haupttempel Angkor Wat, genauso geprägt ist wie von freanzösischem Kolonialismus, den Landminen der Amerikaner während des Vietnam-Kriegs und der Massenschlächterei unter dem Steinzeitkommunisten Pol Pot. Ein Land, das sich in einer historischen Umbruchsituation befindet, vergleichbar der ersten Nachwendezeit im Osten der Republik, als wir, ´Wir können auch anders…`gedreht haben. Das Zusammentreffen von westlicher und südostasiatischer Kultur, wie man sie noch nicht kennt, mit allen Unterschiedlichkeiten und daraus immer wieder entstehenden Missverständnissen.“
Der Partner in der Produktion und Regisseur des Films, Detlev Buck, kann sich damit einen Traum erfüllen: „Seit seiner Filmhochschule will ich einen Film machen, der nicht nur, wie so oft, ein bisschen Liebe beinhaltet, sondern nichts außer Liebe thematisiert. Doch bisher hatte sich keine große Liebesgeschichte angeboten.“
Das Drehbuch schrieb Ruth Thoma unter Mitarbeit von Buck und Michael Ostrowski. „Natürlich ist die Identifikationsfigur der Westler Ben, mit dessen Augen wir in eine andere, fremde Welt eintauchen, aber der weibliche Blickwinkel war uns wichtig, da wir eine Liebesgeschichte erzählen wollten, die auch von dem Bemühen um gegenseitiges Verständnis geprägt ist. Deshalb haben wir uns gefreut, mit Ruth Toma erneut zusammen arbeiten zu können“, so Boje.
Der NDR begeisterte sich auch sofort für das Projekt und stieg als Koproduzent mit ein. Filmförderung HSH, Medienboard BB, FFA und DFFF förderten.
Für die zentrale Rolle des Benjamin hatten Boje und Buck stets ihre Entdeckung David Kross („Knallhart“, „Der Vorleser“), den deutschen European Shooting Star der Berlinale 2009, im Hinterkopf. „Es war sehr wahrscheinlich, dass er die Idealbesetzung ist. Trotzdem haben wir gecastet“, erzählt Boje. Schwieriger war die Suche nach Sreykeo. In Kambodscha wurde die Filmkultur mit Beginn des Vietnam-Kriegs zerstört. Heute gibt es einen kleinen Fernsehbereich, der aus Karaoke-Shows und „Cambodias Next Idol“ besteht. Nach umfangreichen Castings u.a. in Paris und Los Angeles, den größten kambodschanischen Gemeinden außerhalb Kambodschas, fiel die Wahl auf die thailändische Schauspielerin Apinya Sakuljaroensuk, die 2007 in Cannes mit „Ploy“ auf sich aufmerksam machte. Logistik und Verpflichtung des kambodschanischen Teils der Crew waren nicht einfach. „Eine filmische Infrastruktur ist dort nicht vorhanden. Wer dort produziert, dreht entweder Reiseberichte oder arbeitet für das Fernsehen“, beschreibt Boje die Situation.

Detlev Buck am Set in Kambodscha
Im November 2008 fiel die erste Klappe des 40-tägigen Drehs in Phnom Penh. Weitere Drehorte lagen in der Umgebung vom Kampong Chhang, wo sich bis zum Horizont in einer Wasserlandschaft Reisfelder erstrecken, sowie Kuala Lumpur in Malaysien. Im Januar zog das Team dann nach Hamburg um, wo die in Deutschland spielenden Szenen gedreht werden. Boje – oft selbst vor Ort – hat mit Jan Brandt einen Herstellungs- und Produktionsleiter, der es verstand, alle Kommunikationsmissverständnisse im Vorfeld der Dreharbeiten zu lösen. Auch fand man mit Cheap Sovichea einen international erfahrenen, vor Ort bestens vernetzten Produktionsleiter, der unter dem Banner Bophana Film Center bei der Zusammenstellung des kambodschanischen Teams maßgeblich war. „Wir haben uns eine eigene Infrastruktur aufgebaut und setzen auf ein gemischtes, internationales Team aus beiden Ländern. Mehr als 20 Mitarbeiter, darunter alle Head of Departments, kommen aus Deutschland.“
Jana Marsik, die mit Detlev Buck bereits bei „Hände weg von Mississippi“ zusammen arbeitete, steht hinter der Kamera. Udo Kramer ist für das Production Design verantwortlich, Bisrat Negassi für die Kostüme.
„Die kulturellen Divergenzen sind zu spüren, doch wenn man die Mentalität der Menschen versteht und auf sie zugeht, kann man schnell Kontakte aufbauen und alle Probleme überwinden. Es ist trotz des vollen Drehplans ein angenehmes Arbeiten“, so Boje. Was wohl auch den Arbeitstitel „Same Same But Different“ widerspiegelt. Premieren für den Film sind in Kampong Ling, in der Nähe von Kampong Chhang, Phnom Penh, Kuala Lumpur und natürlich Hamburg und Berlin geplant.
samesame-themovie.com
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