Filme, die die Welt nicht braucht: Davon gab
es auch 2009 mehr als genug...
Einen richtigen Volltreffer zu landen, ist
nicht einfach. Und es ist auch völlig klar, dass die Lichtspielhäuser nicht
ausschließlich von "Harry Potter", "Twilight" oder Roland
Emmerich leben können. Doch es gibt einfach Filme, die die Welt nicht braucht.
Und dann gibt es noch die Streifen, die so mies sind, dass es fast schon wieder
Spaß macht, damit und mit einer Tüte Popcorn seine Zeit zu verplempern. Wie
auch immer - hier kommen die größten Filmflops des Jahres.
"The Spirit" (Filmstart: 5. März)
Nach
dem Riesenerfolg von Frank Millers "Sin City" hatten wir uns auf
"The Spirit" vielleicht zu früh gefreut. Doch die Geschichte des
maskierten Rächers ist einfach nur konfus und peinlich. Da können auch Stars
wie Scarlett Johansson oder Samuel L. Jackson das Ruder nicht mehr rumreißen. Leider
überflüssig wie ein Loch im Kopf. Und teuer: Vom rund 60 Mio. Dollar Budget
konnte dieser Streifen gerade mal knapp 20 wieder reinholen.
"Die
Reise zum Mittelpunkt der Erde" (Filmstart: 5. März)
Ja,
wir mögen Brendan Fraser. Er war "George, der aus dem Dschungel kam".
Er kämpfte gegen "Die Mumie". Und er inspirierte Cornelia Funke zur
Hauptfigur ihres Bestsellers "Tintenherz" und übernahm auch die Rolle
in der Verfilmung. Aber in dieser Jules-Verne-Verfilmung macht er leider so gar
keine gute Figur.
"Der
rosarote Panther 2" (Filmstart: 12. März)
Die
Fortsetzung des erstaunlich erfolgreichen Remakes ist alles mögliche, nur nicht
lustig. Da kann sich Steve Martin noch so abmühen.
"Männersache"
(Filmstart: 19. März)
Mit
Mario Barth ist das so eine Sache. Als er noch als Comedy-Gast von Talkshow zu
Show-Event tingelte, fanden wir ihn ja ganz unterhaltsam. Doch dann bekam er
eine eigene Sendung. Im Anschluss wurden wir von RTL mit seinem Live-Programm
wiederholt zum Abschalten gezwungen. Neuerdings wirbt er im TV für einen
Elektronik-Riesen. Und ist dabei so überhaupt nicht lustig. Aber bei seinem
Kinodebüt vergeht selbst echten Fans das Lachen.
"Der
Kaufhaus-Cop" (Filmstart: 26. März)
Als "King of Queens" ist Kevin
James top. Als
witzlosen Kaufhaus-Cop wollen wir ihn aber so gar nicht sehen.
"Terminator:
Die Erlösung" (Filmstart: 4. Juni)
Dass
Christian Bale gerne mal rumschreit, wissen wir spätestens seit seiner
vierminütigen Verbal-Attacke gegen den Chefkameramann am "Terminator
4"-Set. Doch dass er auch im fertigen Action-Spektakel 115 Minuten lang
durchbrüllt, können und wollen wir einfach nicht ertragen.
"Brüno"
(Filmstart: 9. Juli)
Mit
seiner Komödie um den österreichischen Mode-Guru wollte Sacha Baron Cohen nach
dem Erfolg von "Borat" auf Nummer sicher gehen: Er rührte wie ein
Wilder die Werbetrommel, zeigte sich mit Plüschpenis vor dem Brandenburger Tor,
im Stierkostüm in Madrid und als knapp bekleideter Leibgardist in London. Und
erntete doch nur gemischte Reaktionen bei Kritikern und der
Homosexuellen-Gemeinde. Vielleicht hätte er lieber "Borat 2" machen sollen.
"G.I.
Joe" (Filmstart: 13. August)
An
Filme über Spielzeugfiguren haben wir uns gewöhnt, an überdrehten Quatsch wie
diesen hier nicht. Wo bleibt "Transformers 3"?
Wenn
Hape Kerkeling in eine Rolle schlüpft, dann übernimmt sie mit Haut und Haar.
Unvergessen sein Auftritt als Horst Schlämmer bei Jauchs Promi-"Wer wird
Millionär?". Gerne vergisst man dann, dass da eigentlich Herr Kerkeling
vor einem steht. Doch ein ganzer Film mit dem stellvertretenden Chefredakteur
des fiktiven Grevenbroicher Tagblatts - da sagen wir "Nein, danke!".
"Year
One" (Filmstart: 27. August)
Die
Steinzeittrottel Zed und Oh reisen quer durchs Alte Testament - Zoten,
Schenkelklopfer und andere platte Witze inklusive. Ach ja, einer der beiden
Hauptdarsteller ist Jack Black. Müssen wir da noch mehr sagen?
"Antichrist"
(Filmstart: 10. September)
Gewagt oder
einfach nur überflüssig? Kaum ein Film wurde in diesem Jahr kontroverser
diskutiert als dieser. In Cannes präsentiert Lars von Trier einen Horrorfilm,
der lange Zeit sehr langweilig ist und am Schluss sehr ekelhaft.
"Die
nackte Wahrheit" (Filmstart: 1. Oktober)
Gerard Butler
lässt sich einfach in keine Schublade stecken. Der Schotte dreht Action-Movies,
Comic-Verfilmungen, Thriller und ist sich auch für eine Komödie nicht zu
schade. In diesem Fall macht er seinem Ruf als Weiberheld auch auf der Leinwand
alle Ehre. In "Die nackte Wahrheit" bezirzt Butler "Grey's
Anatomy"-Doktorin Katherine Heigl. Trotzdem gefällt uns der raubeinige
Schotte als antiker Krieger ("300") oder trotteliger Ganove
("RocknRolla") einfach besser.
"Die
fast vergessene Welt" (Filmstart: 1. Oktober)
Dinosaurier
ziehen eigentlich immer (siehe "Ice Age 3"), allerdings nicht in
diesem 70er-Jahre-Serienremake. Und auch Will Ferrell im abgefahrenen
Parallel-Universum kann da nichts reißen. Ein Flop - nicht nur an der
Kinokasse. "Die fast vergessene Welt" kostete um die 100 Mio. Dollar,
einspielen konnte er knapp 62,5.
"Zuhause
ist der Zauber los" (Filmstart: 29. Oktober)
Eddie
Murphy war in den 80ern ein echter Kassenmagnet: Die große Klappe und
angeborene Coolness von Axel F. in "Beverly Hills Cop" waren legendär.
Doch dann kamen die 90er und damit der Niedergang des Eddie M. mit gähnend
langweiligen Komödien à la "Norbit", "Dr. Doolittle" oder
die "Verrückte Professor"-Reihe. Der jüngste Flop des ehemaligen
B.H.-Cop trägt den Titel "Zuhause ist der Zauber los". Die Story:
Investmentbanker kriegt von der Ex die gemeinsame Tochter aufs Auge gedrückt.
Zunächst ist er darüber nicht erfreut, stellt aber bald fest, dass die Kleine
eine magische Kuscheldecke besitzt - und die scheint ein echter Börsen- und
Aktienkenner zu sein ... Spätestens an dieser Stelle steigt auch der
hartgesottenste Murphy-Fan aus. 55 Mio. Dollar kostete der Tieflader, knapp 18
konnte er weltweit wieder einspielen.