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Filmflops 2009
Monday, 21. December 2009



Filme, die die Welt nicht braucht: Davon gab es auch 2009 mehr als genug...


Einen richtigen Volltreffer zu landen, ist nicht einfach. Und es ist auch völlig klar, dass die Lichtspielhäuser nicht ausschließlich von "Harry Potter", "Twilight" oder Roland Emmerich leben können. Doch es gibt einfach Filme, die die Welt nicht braucht. Und dann gibt es noch die Streifen, die so mies sind, dass es fast schon wieder Spaß macht, damit und mit einer Tüte Popcorn seine Zeit zu verplempern. Wie auch immer - hier kommen die größten Filmflops des Jahres.



"The Spirit" (Filmstart: 5. März)




Nach dem Riesenerfolg von Frank Millers "Sin City" hatten wir uns auf "The Spirit" vielleicht zu früh gefreut. Doch die Geschichte des maskierten Rächers ist einfach nur konfus und peinlich. Da können auch Stars wie Scarlett Johansson oder Samuel L. Jackson das Ruder nicht mehr rumreißen. Leider überflüssig wie ein Loch im Kopf. Und teuer: Vom rund 60 Mio. Dollar Budget konnte dieser Streifen gerade mal knapp 20 wieder reinholen.



"Die Reise zum Mittelpunkt der Erde" (Filmstart: 5. März)




Ja, wir mögen Brendan Fraser. Er war "George, der aus dem Dschungel kam". Er kämpfte gegen "Die Mumie". Und er inspirierte Cornelia Funke zur Hauptfigur ihres Bestsellers "Tintenherz" und übernahm auch die Rolle in der Verfilmung. Aber in dieser Jules-Verne-Verfilmung macht er leider so gar keine gute Figur.



"Der rosarote Panther 2" (Filmstart: 12. März)




Die Fortsetzung des erstaunlich erfolgreichen Remakes ist alles mögliche, nur nicht lustig. Da kann sich Steve Martin noch so abmühen.



"Männersache" (Filmstart: 19. März)




Mit Mario Barth ist das so eine Sache. Als er noch als Comedy-Gast von Talkshow zu Show-Event tingelte, fanden wir ihn ja ganz unterhaltsam. Doch dann bekam er eine eigene Sendung. Im Anschluss wurden wir von RTL mit seinem Live-Programm wiederholt zum Abschalten gezwungen. Neuerdings wirbt er im TV für einen Elektronik-Riesen. Und ist dabei so überhaupt nicht lustig. Aber bei seinem Kinodebüt vergeht selbst echten Fans das Lachen.



"Der Kaufhaus-Cop" (Filmstart: 26. März)



Als "King of Queens" ist Kevin James top.
Als witzlosen Kaufhaus-Cop wollen wir ihn aber so gar nicht sehen.


"Terminator: Die Erlösung" (Filmstart: 4. Juni)



Dass Christian Bale gerne mal rumschreit, wissen wir spätestens seit seiner vierminütigen Verbal-Attacke gegen den Chefkameramann am "Terminator 4"-Set. Doch dass er auch im fertigen Action-Spektakel 115 Minuten lang durchbrüllt, können und wollen wir einfach nicht ertragen.



"Brüno" (Filmstart: 9. Juli)



Mit seiner Komödie um den österreichischen Mode-Guru wollte Sacha Baron Cohen nach dem Erfolg von "Borat" auf Nummer sicher gehen: Er rührte wie ein Wilder die Werbetrommel, zeigte sich mit Plüschpenis vor dem Brandenburger Tor, im Stierkostüm in Madrid und als knapp bekleideter Leibgardist in London. Und erntete doch nur gemischte Reaktionen bei Kritikern und der Homosexuellen-Gemeinde. Vielleicht hätte er lieber "Borat 2" machen sollen.



"G.I. Joe" (Filmstart: 13. August)



An Filme über Spielzeugfiguren haben wir uns gewöhnt, an überdrehten Quatsch wie diesen hier nicht. Wo bleibt "Transformers 3"?



"Horst Schlämmer - Isch kandidiere" (Filmstart: 20. August)



Wenn Hape Kerkeling in eine Rolle schlüpft, dann übernimmt sie mit Haut und Haar. Unvergessen sein Auftritt als Horst Schlämmer bei Jauchs Promi-"Wer wird Millionär?". Gerne vergisst man dann, dass da eigentlich Herr Kerkeling vor einem steht. Doch ein ganzer Film mit dem stellvertretenden Chefredakteur des fiktiven Grevenbroicher Tagblatts - da sagen wir "Nein, danke!".



"Year One" (Filmstart: 27. August)



Die Steinzeittrottel Zed und Oh reisen quer durchs Alte Testament - Zoten, Schenkelklopfer und andere platte Witze inklusive. Ach ja, einer der beiden Hauptdarsteller ist Jack Black. Müssen wir da noch mehr sagen?



"Antichrist" (Filmstart: 10. September)




Gewagt oder einfach nur überflüssig? Kaum ein Film wurde in diesem Jahr kontroverser diskutiert als dieser. In Cannes präsentiert Lars von Trier einen Horrorfilm, der lange Zeit sehr langweilig ist und am Schluss sehr ekelhaft.



"Die nackte Wahrheit" (Filmstart: 1. Oktober)




Gerard Butler lässt sich einfach in keine Schublade stecken. Der Schotte dreht Action-Movies, Comic-Verfilmungen, Thriller und ist sich auch für eine Komödie nicht zu schade. In diesem Fall macht er seinem Ruf als Weiberheld auch auf der Leinwand alle Ehre. In "Die nackte Wahrheit" bezirzt Butler "Grey's Anatomy"-Doktorin Katherine Heigl. Trotzdem gefällt uns der raubeinige Schotte als antiker Krieger ("300") oder trotteliger Ganove ("RocknRolla") einfach besser.



"Die fast vergessene Welt" (Filmstart: 1. Oktober)




Dinosaurier ziehen eigentlich immer (siehe "Ice Age 3"), allerdings nicht in diesem 70er-Jahre-Serienremake. Und auch Will Ferrell im abgefahrenen Parallel-Universum kann da nichts reißen. Ein Flop - nicht nur an der Kinokasse. "Die fast vergessene Welt" kostete um die 100 Mio. Dollar, einspielen konnte er knapp 62,5.



"Zuhause ist der Zauber los" (Filmstart: 29. Oktober)



Eddie Murphy war in den 80ern ein echter Kassenmagnet: Die große Klappe und angeborene Coolness von Axel F. in "Beverly Hills Cop" waren legendär. Doch dann kamen die 90er und damit der Niedergang des Eddie M. mit gähnend langweiligen Komödien à la "Norbit", "Dr. Doolittle" oder die "Verrückte Professor"-Reihe. Der jüngste Flop des ehemaligen B.H.-Cop trägt den Titel "Zuhause ist der Zauber los". Die Story: Investmentbanker kriegt von der Ex die gemeinsame Tochter aufs Auge gedrückt. Zunächst ist er darüber nicht erfreut, stellt aber bald fest, dass die Kleine eine magische Kuscheldecke besitzt - und die scheint ein echter Börsen- und Aktienkenner zu sein ... Spätestens an dieser Stelle steigt auch der hartgesottenste Murphy-Fan aus. 55 Mio. Dollar kostete der Tieflader, knapp 18 konnte er weltweit wieder einspielen.
 
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