Im Rahmen der feierlichen Eröffnung der Diagonale 2010 werden in
Kooperation mit der VDFS zum dritten Mal die Diagonale-Schauspielpreise
vergeben:
Der Große Diagonale-Schauspielpreis 2010 für die Verdienste einer
österreichischen Schauspielerin oder eines österreichischen Schauspielers um
die österreichische Filmkultur geht an Klaus Maria Brandauer, der den
Preis in Graz persönlich entgegennehmen wird.
Klaus Maria Brandauer (geboren 1944 in Bad Aussee) ist seit 1972
Ensemblemitglied des Wiener Burgtheaters und lehrt als Professor am
Max-Reinhardt-Seminar in Wien. Nach ersten Theatererfahrungen schaffte er den
internationalen Durchbruch auf der Leinwand mit der Rolle des Hendrik Höfgen in
István Szabós Mephisto. Weitere vielbeachtete Produktionen mit dem
ungarischen Starregisseur wie Oberst Redl (1985) und Hanussen (1988) folgten.
Klaus Maria Brandauer zählt zu den wenigen österreichischen Schauspielern, die
sich auch in Hollywood einen Namen machen konnten. Im James Bond-Film Never
Say Never Again duellierte sich Brandauer 1983 als Bösewicht Largo mit Sean
Connery und für seine Rolle an der Seite von Meryl Streep in Sidney Pollacks Out
of Africa war er für den Oscar als beste männliche Nebenrolle nominiert.
2002 spielte er die Hauptrolle in Fritz Lehners Jedermanns Fest, der im
darauffolgenden Jahr mit dem Großen Diagonale-Preis als bester Spielfilm
ausgezeichnet wurde. Zuletzt glänzte Brandauer als Dorfrichter Adam in Kleists
„Der zerbrochene Krug“ bei den Wiener Festwochen und in Francis Ford Coppolas
Familiendrama Tetro.
Trophäe, gestaltet und gestiftet von Brigitte Kowanz
Nach Erwin Wurm 2007 und Elke Krystufek im letzten Jahr konnte mit Brigitte
Kowanz wiederum eine international renommierte österreichische Künstlerin für
die Gestaltung und Stiftung der Trophäe gewonnen werden.
Brigitte Kowanz, 1957 in Wien geboren, gehört zu den international
erfolgreichsten österreichischen KünstlerInnen der Gegenwart und wurde 2009 für
ihre Arbeit mit dem Österreichischen Staatspreis ausgezeichnet. Im Zentrum
ihrer Arbeiten, die u. a. bereits auf der Biennale in Venedig ausgestellt
waren, steht das Medium Licht, das sie in Wandarbeiten und Rauminstallationen
seit den frühen 1980er Jahren konsequent und variantenreich einsetzt. Neben
ihren Raumbildern und Lichtinstallationen besetzt Kowanz vor allem durch ihre Interventionen
im architektonischen Raum eine eigenständige Position im Kunstdiskurs. Für
Sommer 2010 plant das MUMOK eine umfassende Brigitte Kowanz-Schau.
Neben dem Großen Diagonale-Schauspielpreis an Klaus Maria Brandauer werden im Rahmen
der Eröffnung auch die Diagonale-Schauspielpreise 2010 für einen
bemerkenswerten Auftritt einer österreichischen Schauspielerin sowie eines
österreichischen Schauspielers in einem Film der Diagonale 2010 vergeben. Die
beiden PreisträgerInnen werden erst am Abend der Verleihung bekannt gegeben
und erhalten jeweils € 3.000, gestiftet von der Verwertungsgesellschaft der
Filmschaffenden und Hoanzl.
Jury 2010
Konstanze Breitebner (Schauspielerin, Drehbuchutorin)
Gabriele Flossmann (ORF, Sendungsverantwortliche Magazine und Aktuelle Kultur,
Ressortleiterin Film)
Josef Hader (Schauspieler / Kabarettist / Großer Diagonale-Schauspielpreis
2009)
Frido Hütter (Ressortleiter Kultur & Medien, Kleine Zeitung)
Michael Kreihsl (Regisseur / Autor)
Die
Vergabe der Diagonale-Schauspielpreise erfolgt im Rahmen der
Diagonale-Eröffnung in Anwesenheit aller PreisträgerInnen: 16. März, 19.30 Uhr
in der Grazer Helmut-List-Halle
Bisherige Preisträger Großer Diagonale-Schauspielpreis: Josef Hader (2009),
Karl Markovics (2008)
Bisherige Preisträgerinnen Diagonale-Schauspielpreis: Birgit Minichmayr (2009),
Ursula Strauss (2008)